Multinationale Zusammenarbeit der Marine

Multinationale Zusammenarbeit und Kooperation gewinnen bei den Streitkräften der Marine immer mehr an Bedeutung. (Foto: Bernd Sterzl, pixelio.de)

Viele Marine-Streitkräfte in unterschiedlichen Ländern stehen vor den gleichen Problemen: zu wenig Ausrüstung und teure Produkte. Logistik, Ersatzteile, Wartung sowie die Ausbildung der Einheiten sollten deshalb auf multinationaler Ebene beschafft und umgesetzt werden, so der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause. Dies sei nützlich und notwendig, denn „die Multinationalität ist Teil der Marine-DNA“. 

Gute Zusammenarbeit in diesem Bereich stärkt die Fähigkeiten der Streitkräfte. Ein Beispiel dafür sei die gemeinsame Beschaffung von, auf der Klasse 212 A basierenden, U-Booten durch Norwegen und Deutschland. Trotz nationaler Unterschiede sei diese von der norwegischen Regierung geforderte Zusammenarbeit ein Erfolg, stellt der Programm Manager neue Unterseeboote des Verteidigungsministeriums von Norwegen, Kapitän zur See Oliver Berdal, im Rahmen der Berliner Sicherheitskonferenz 2017 fest.  

Auch der CEO der Thyssenkrupp Marine Systems, Dr. Rolf Wirtz, sieht die meisten „Marinefähigkeiten nur auf multinationaler Ebene möglich“ und betont, die deutsche Verteidigungsindustrie sei bereit für europäische Partnerschaften.