Wie Militär und Polizei besser zusammenarbeiten können

Bernd Heinen, Inspekteur der Nordrhein-Westfälischen Polizei spricht über die Zusammenarbeit von Polizei und fremden Militär bei Transporten durch Deutschland (v.l.n.r.). (BS/Klaus Dombrowsky)

Wenn Truppen anderer Staaten durch das eigene Land reisen sollen, ist dies mit einem enormen logistischen und formellen Aufwand beladen. Aber diese Transporte sind notwendig, denn sie dienen auch zur Abschreckung der Feinde an den Grenzen. Ein entscheidender Helfer dabei: Die deutsche Polizei, die mit eingebunden werden muss.

„Ich treffe eine Welt an, die selber weiß, dass sie sich neustrukturieren muss“, sagt Bernd Heinen auf der Berliner Security Conference (BSC). Der Inspekteur der Nordrhein-Westfälischen Polizei nennt Schlüsselfaktoren zur Verbesserung der Transport- und Logistikleistungen. Die Kommunikation müsse verbessert werden. Denn nach seiner Aussage, seien 97 Prozent auf Kommunikationsschwierigkeiten zurückzuführen. Dann solle darauf geachtet werden, Vertrauen aufzubauen sowie den

Informationsaustausch zu verbessern. Denn Akteure seien vielfach in rechtliche Rahmenbedingungen eingebunden, wie die Polizei durch Richtlinien wie das Polizei- sowie Versammlungsgesetz. Dies könne jedoch nur dann geschehen, wenn Mentalitätsunterschiede ausgemerzt würden. Dazu müssten Unsicherheit verschwinden, wie jene, ob mit einem fremden General gleichermaßen gesprochen werden könne, wie mit dem Eigenen. Missverständnisse sollten, nach Heinen, schnell angesprochen werden und mentale Hemmnisse abgebaut werden. Dies könnten gemeinsame Übungen erreichen. Auch die Infrastruktur spiele eine gewichtige Rolle: „Wir leben in einem Land in dem morgens und abends auf den Autobahnen Stau ist, die den Transport erschweren“. Absprachen seien somit unabdingbar.