Verteidigungspolitik muss transatlantisch bleiben und europäischer werden

Plädierte für die Beibehaltung der transatlantischen Orientierung der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik bei gleichzeitiger stärkerer Europäisierung: Dr. Géza Andreas von Geyr, Generaldirektor für Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Bundesverteidigungsministerium. (Foto: BS/Dombrowsky)

Eine stärkere Europäisierung der Sicherheits- und Verteidigungspolitik darf nicht dazu führen, den ebenfalls zentralen Ansatz der transatlantischen Kooperation aufzugeben. Vielmehr komme es darauf an, öfter gemeinsam Investitionen zu tätigen. Das erklärte Dr. Géza Andreas von Geyr, Generaldirektor für Sicherheits- und Verteidigungspolitik im Bundesverteidigungsministerium auf der Berliner Sicherheitskonferenz.

Er betonte: „Wir müssen transatlantisch bleiben und zugleich europäischer werden.“ Zugleich berichtete von Geyr: „Innerhalb der NATO sehen wir Schritt für Schritt mehr Europa“. Auch wenn inzwischen mehr Sicherheitsaufgaben innerhalb des Bündnisses auf Europa übertragen werden könnten, gebe es dennoch weiterhin auch Verbesserungsbedarf. So müssten die Europäer zum Beispiel militärische und zivile Instrumente besser miteinander verbinden. Das gelte auch für die Planung von Missionen, unterstrich der Generaldirektor. Des Weiteren verlangte von Geyr: „Wir müssen die Zusammenarbeit zwischen Europäischer Union und NATO verbessern.“ Dies gelte unter anderem für den Kampf gegen hybride Bedrohungen und Cyber-Attacken. Schlussendlich betonte er: „Unser Ziel ist eine gemeinsame europäische Verteidigungsunion.“