Russland kritisiert Verteidigungsbündnis scharf

Kritisierte die NATO auf der Berliner Sicherheitskonferenz scharf: Kirill Logvinov aus dem russischen Außenministerium (2.v.r.). (Foto: BS/Dombrowsky)

Organisierte Kriminalität, internationaler Terrorismus oder Cyber-Attacken: Alle Staaten der Welt sehen sich zunehmend hybriden Bedrohungen ausgesetzt, die nicht mehr allein bewältigt werden können. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und internationale Kooperation auch im militärischen Bereich sind ein Gebot der Stunde. Hier fühlt sich mit Russland aber offenbar ein zentraler Akteur übergangen.

Darauf lassen jedenfalls Äußerungen von Kirill Logvninov schließen. Der hochrangige Beamte aus dem Moskauer Außenministerium kritisierte auf der diesjährigen Berliner Sicherheitskonferenz des Behörden Spiegel in Berlin: „Die NATO hat es nicht geschafft, sich an die Sicherheitsbedürfnisse des 21. Jahrhunderts anzupassen.“ Und er unterstrich: „Das Erbe des Kalten Krieges ist noch nicht überwunden.“ Denn, so stelle er fest: „Eigentlich müssten wir das gemeinsame militärische Verständnis stärken. Dazu ist die NATO bisher aber leider noch nicht bereit.“ Deshalb forderte Logvinov: „Wir sollten uns auf Basis der Gleichheit treffen.“ Schließlich könnten Sicherheitssysteme heutzutage nicht mehr ohne Russland aufgebaut werden.