Kognitive Systeme

Sprach über die Leistungsfähigkeit Kognitiver Systeme: Leendert van Bochoven, Global Lead for National Security and NATO bei IBM. (Foto: BS/Dombrowsky)

Künstliche Intelligenz (KI) gilt als wichtigste Ressource der digitalen Welt der Zukunft – die USA, China und Russland liegen längst im Wettstreit um die rasche Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit Kognitiver Systeme. Über Potenziale des Einsatzes im militärischen Bereich sprach Leendert van Bochoven, Global Lead for National Security and NATO bei IBM auf der Berlin Security Conference 2017.

Kognitive Systeme würden den Menschen bei vielen komplexen aufgaben schon längst überholen, erklärte Bochoven. Es sei aber nicht Ziel den Menschen zu ersetzen. „Es geht darum, dass Maschinen und Menschen in symbiotischer Gemeinschaft handeln“, so Bochoven. Verstehende und lernende Systeme würden bei strukturierten Aufgaben wie Muster- oder Spracherkennung zwar immer leistungsfähiger werden. Der größte Mehrwert ergebe sich durch die Kombination mit menschlichen Fähigkeiten wie Vorstellungskraft und Kreativität.

Im militärischen Bereich können Kognitive Systeme enorme Effizienzgewinne bringen. Durch intelligente Auswertung von Daten aus verschiedenen Quellen könnten Bedarfe bei der Wartung von Maschinen, Fahrzeugen, Waffen und IT-Systemen frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen automatisiert ausgelöst werden. Weiterhin könnte eine Erfassung der Lage in der Gefechtssituation in Echtzeit unterstützt werden. Durch Mustererkennung und Integration von Informationen sei es möglich, Aktivitäten des Gegners nicht nur direkt zu erfassen, sondern soweit auszuwerten, dass Rückschlüsse auf sein zukünftiges Verhalten möglich werden, erläuterte Bochoven.